Physiopraxis am Löwenmarkt
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70499 Stuttgart

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News

Impingement-Syndrom: Physiotherapie ebenso effektiv wie OP
„Pelvina“ – Erster zertifizierter Beckenbodenkurs per App
„Pelvina“ – Ältere Patienten nach Hüft-OP voll belasten

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2024

Anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie informiert der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) über die Möglichkeiten und Chancen, die die logopädische Expertise in Prävention, Beratung und Therapie für viele Menschen aller Altersgruppen bieten kann.

Ein wichtiges Feld ist dabei die Beratung und Unterstützung von Eltern hinsichtlich der Frage, wie die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen und fördern können. Wer nachfolgende Hinweise beachtet, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass diese erfolgreich und entspannt verläuft.

Eltern sind Experten für das Befinden ihres Kindes

Eltern verfügen über eine angeborene Fähigkeit, sich sprachlich auf das Niveau ihrer Kinder einzustellen. Sie verstehen ihr Kind in der Regel auch ohne Worte und merken, wenn es ihm nicht gut geht, wenn es sich zurückzieht. Väter und Mütter können einschätzen, was ihr Kind sprachlich leisten kann. Sie sind es auch, die ihren Kindern sprachliche Vorbilder sind.
Eltern können die Sprachentwicklung ihres Kindes zwar nicht weiter vorantreiben, als es das komplexe Zusammenspiel aller Entwicklungsbereiche jeweils zulässt, sie können jedoch gute Bedingungen für die Entwicklung ihres Kindes schaffen.

Erfahrungen anbieten

Die Sprachentwicklung ist eingebettet in die Gesamtentwicklung des Kindes. Kinder benötigen  Erlebnisse im Alltag, um ihr Sprachvermögen aufbauen: Erfahrungen mit Bewegung, mit Gegenständen und Gefühlen, mit zwischenmenschlicher Verständigung, mit Problemlösungen und gemeinsamen Unternehmungen wie dem Einkaufen, mit Spielplatz- oder Zoobesuchen.

Auf die Intuition vertrauen

Kinder lernen Sprache spielerisch beim Erkunden ihrer Umwelt, beim Auseinandersetzen mit Dingen und Personen, beim Spielen. Die Natur hat uns hierfür gut ausgestattet: das Kind mit den nötigen Basisfähigkeiten wie Hören, Sehen, Schmecken und Tasten und mit einer Vorliebe für den zwischenmenschlichen Austausch und die Eltern mit einer intuitiven Anpassungsfähigkeit an die Möglichkeiten des Kindes. Eltern benötigen deshalb keine besondere Ausbildung, um ihr Kind zu verstehen – Einfühlungsvermögen und gutes Zuhören reichen aus.

Einfache Kommunikationstipps

Kleine Kinder benötigen noch etwas mehr Zeit, um ihre Gedanken zu auszudrücken. Es ist wichtig, das Kind aussprechen zu lassen und nicht zu verbessern, während es redet. Anstatt das Kind aufzufordern, etwas nachzusprechen, sollten Eltern in vollständigen, unkomplizierten Sätzen wiedergeben, was es gesagt hat (Beispiel: Kind: „Bus tommt“, Eltern: Ja, da kommt der Bus“). So zeigen Eltern ihrem Kind, dass sie es verstanden haben und bieten zudem ein korrektes Sprachvorbild an. Das Gefühl, in der Kommunikation ernst genommen zu werden, ist eine sehr wirksame Unterstützung des Spracherwerbs.

Gemeinsam Spaß haben

Singen, Tanzen, Bilderbücher anschauen und Geschichten erzählen – alles, was sich sprachlich begleiten lässt und Eltern und Kindern Freude bereitet, unterstützt den Spracherwerb. Grundsätzlich ist eine spielerische Atmosphäre hilfreich: Die kindgerechte Art zu lernen ist das Spiel. Eltern sollten sich täglich Zeit nehmen, die nur für Ihr Kind bestimmt ist und in der sie nicht parallel noch etwas anderes tun.

Schaden Fernsehen und Computer?

Fernsehen und Computer sind nicht generell schädlich. Aber der Umgang damit sollte sorgsam und altersgerecht gestaltet werden. Es ist ratsam, den Konsum zu begrenzen. Wenn Kinder Fernsehen oder Computerspiele nutzen, sollten Eltern mit ihnen über die Sendungen bzw. die Spiele sprechen: Was hat dem Kind besonders gefallen, wie hat es die Sendung oder das Spiel erlebt usw.

Weitere Informationen und zahlreiche Materialien zu den Themen Sprachentwicklung, Sprachförderung, Sprachstörungen und Mehrsprachigkeit finden Sie auf der Website des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl) unter www.dbl-ev.de

Zum Europäischen Tag der Logopädie

Der Europäische Tag der Logopädie wird am 6. März 2024 zum zwanzigsten Mal begangen. In Deutschland ist er auch im „Jahresplaner Gesundheitstage 2024“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelistet. Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädie-Verbände, ESLA. Dem Dachverband gehören 35 Verbände aus zahlreichen europäischen Ländern an, die mehr als 40.000 Logopäd*innen repräsentieren.

Wie Gehfähigkeit und Mobilität von Schlaganfallpatient:innen signifikant verbessert werden können

„Um Patient:innen stets die bestmögliche Behandlung bieten zu können, ist es von enormer Bedeutung, Therapiekonzepte regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. In einer neuen Studie mit dem SRH Gesundheitszentrum Waldbronn haben wir daher die Implementierung der 2015 veröffentlichten Leitlinie ReMoS (Rehabilitation der Mobilität nach Schlaganfall) untersucht, die über 250 evidenzbasierte Empfehlungen zur Mobilitätsverbesserung nach Schlaganfall umfasst und sich an wichtigen Zielkriterien wie Gehfähigkeit, -geschwindigkeit oder -strecke orientiert“, erläutert Prof. Dr. Claudia Barthel, Professorin im ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang Physiotherapie am Campus Stuttgart der SRH Hochschule für Gesundheit.

Dabei wurden 50 Studienteilnehmer:innen im Alter von 45 bis 88 Jahren wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift „pt Zeitschrift für Physiotherapeuten“ publiziert wurden, zeigen, dass das leitliniengerechte Therapiekonzept signifikante Verbesserungen in der Mobilität und Gehfähigkeit der Patient:innen nach Schlaganfall bewirken kann. Insbesondere die Gruppentherapie erwies sich als effektiv, um die Ressourcen der Therapeut:innen optimal zu nutzen und den Patient:innen eine alltagsorientierte Therapie zu ermöglichen.

Prof. Dr. Claudia Barthel betont: „Die Ergebnisse dieser Studie liefern wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung evidenzbasierter Therapiekonzepte in anderen Fachabteilungen. Besonders freut es uns, dass wir mit dieser Studie auch die Kooperationen innerhalb der SRH stärken konnten und auch eine Absolventin unseres Bachelor-Studiengangs beteiligt war.“

Hier geht’s zur Studie: https://physiotherapeuten.de/artikel/implementierung-der-remos-leitlinie-bei-schlaganfall/

Das steckt hinter einer Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine physiotherapeutische Maßnahme. Sie konzentriert sich auf das Lymphsystem des Körpers, ein Netzwerk von Gefäßen und Knoten, das eine entscheidende Rolle im Immunsystem spielt. Die Lymphdrainage ist eine sanfte Massage-Technik, die darauf abzielt, den Fluss der Lymphe zu verbessern und überschüssige Flüssigkeiten aus dem Gewebe zu entfernen. Dieser Prozess hat nicht nur einen entspannenden Effekt, sondern kann auch verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten. Auch in Dortmund kommt die Lymphdrainage immer häufiger zum Einsatz.


Indikationen für die Lymphdrainage

Die Anwendung der Lymphdrainage erfolgt in der Regel bei bestimmten gesundheitlichen Bedingungen. Eine der Hauptindikationen ist die Behandlung von Lymphödemen, bei denen es zu einer Ansammlung von Lymphflüssigkeit kommt, die oft mit Schwellungen und Unwohlsein einhergeht. Dies kann nach chirurgischen Eingriffen, Traumata oder bei bestimmten Erkrankungen auftreten.

Darüber hinaus wird die Lymphdrainage auch bei Ödemen eingesetzt, die durch Probleme im venösen System verursacht werden. Menschen mit venösen Insuffizienzen oder anderen Kreislaufstörungen können von dieser Therapie profitieren, um Schwellungen zu reduzieren und die Durchblutung zu fördern.


Anwendungsgebiete über die Entschlackung hinaus

Neben der Behandlung von Schwellungen spielt die Lymphdrainage auch eine Rolle in der Rehabilitation nach Sportverletzungen. Durch die Förderung des Lymphflusses trägt sie zur Reduzierung von Entzündungen und zur beschleunigten Heilung bei. Sportler und Sportlerinnen nutzen diese Methode oft, um ihre Genesung zu beschleunigen und die Belastung auf ihr Immunsystem zu minimieren.

Darüber hinaus wird die Lymphdrainage auch bei der Behandlung von Cellulite eingesetzt. Obwohl die Forschung zu diesem Thema gemischt ist, berichten einige Menschen von einer Verbesserung des Hautbildes und einer Reduzierung von Cellulite nach regelmäßigen Sitzungen.


Wann ist Vorsicht geboten?

Trotz ihrer vielfältigen Vorteile ist die Lymphdrainage nicht für jeden geeignet. Menschen mit akuten Infektionen, Thrombosen oder bestimmten Herzerkrankungen sollten vor Beginn einer solchen Therapie einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Eine professionelle Einschätzung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Lymphdrainage die richtige Wahl ist und keine unerwünschten Komplikationen verursacht.

Bewegungstraining hilft Patienten mit künstlichem Herzen

Menschen mit einer schweren Herzschwäche, die ein externes Herzunterstützungssystem tragen, profitieren von einem angepassten körperlichen Training. Das ergab die Studie Ex-VAD-DZHK11, die an acht Zentren in Deutschland durchgeführt wurde. Sowohl die Lebensqualität als auch die submaximale Belastungsfähigkeit erhöhten sich bei den Probanden signifikant.
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Evidenzbasierte Therapien haben das Überleben bei chronischer Herzinsuffizienz deutlich verbessert. Immer mehr Patientinnen und Patienten erreichen daher ein fortgeschrittenes Stadium der Herzschwäche. Die Implantation eines linksventrikulären Unterstützungssystems (LVAD) kann bei terminaler Herzinsuffizienz die einzige Therapieoption sein, wenn ein Spenderherz nicht rechtzeitig zur Verfügung steht oder eine Transplantation aus anderen Gründen nicht möglich ist. Die komplexen mechanischen Geräte sind lebensrettend, bringen jedoch auch Nachteile. So sind Patienten mit einem LVAD gezwungen, ihre Aktivitäten weiter einzuschränken und müssen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten, um das Risiko von Verletzungen oder Infektionen zu minimieren. In den ersten drei Monaten nach der Operation verbessert sich der Zustand der Patienten zwar, aber dann stabilisiert sich ihr Befinden auf einem meist niedrigen Niveau. 30 bis 40 Prozent der Patienten zeigen zudem depressive Symptome.

Die vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) geförderte Studie Ex-VAD-DZHK11 ist die weltweit erste multizentrische, prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie, die nun gezeigt hat, dass Herzinsuffizienz-Patienten mit einem LVAD von einem Bewegungstraining profitieren.

„Sowohl die Lebensqualität als auch die submaximale Belastungsfähigkeit, die am ehesten der Belastung im Alltag entspricht, verbesserten sich bei den Studienteilnehmern nach dem zwölfwöchigen Bewegungstraining signifikant“, sagt Prof. Frank Edelmann vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC), einer der Studienleiter. „Für Patienten im Endstadium der Herzschwäche, die nicht mehr therapiert werden können und auf ein neues Herz warten, ist das ein sehr wichtiges Ergebnis. Ein Bewegungstraining würde ich ihnen unbedingt empfehlen.“ Aktuell gibt es keine strukturierten Bewegungsangebote für diese Patientengruppe, vielmehr raten die Ärzte ihnen, sich nicht zu sehr zu belasten und vorsichtig zu sein.

Sicher und durchführbar

Insgesamt nahmen 64 Patienten und Patientinnen an der Studie teil, wobei es sich überwiegend um Männer (97 Prozent) handelte. Sie trainierten drei Monate lang dreimal pro Woche. Das Bewegungsprogramm setzte sich aus einem vordefiniertem Ausdauer- und Widerstandstraining sowie zusätzlichen freien Übungen zur Verbesserung von Flexibilität, Gleichgewicht und Koordination zusammen. Auch die maximale Leistungsfähigkeit der Mitglieder der Trainingsgruppe, ein in sportkardiologischen Studien häufig verwendeter Parameter, verbesserte sich dabei leicht, was jedoch nicht signifikant war.

Mögliche Risiken durch das Training bewertete ein Data Safety Monitoring Board. Die Mitglieder beobachteten bei der trainierenden Studiengruppe keine Auffälligkeiten, vielmehr erwies sich das Bewegungsprogramm als sehr sicher.

„Auch wenn die vorliegenden Daten darauf hindeuten, dass die Patienten allein trainieren könnten, sollten diese hochkomplexen Patienten in einem Setting üben, bei dem ein Arzt oder eine Ärztin anwesend sind, zum Beispiel in einer ambulanten Reha“, so Edelmann. „So kann bei eventuell auftauchenden Fragen und Problemen schnell ein Mediziner kontaktiert werden.“

Mehr Patienten länger beobachten

Bislang empfehlen die Leitlinien ein abgestimmtes körperliches Training nur für Patienten mit Herzschwäche. Die Studienautoren gehen jedoch angesichts der aktuellen Ergebnisse davon aus, dass ein Bewegungstraining für Herzschwäche-Patienten mit einem LVAD in die Leitlinien aufgenommen werden wird. Das bedeute jedoch noch nicht, dass die Krankenkassen die Kosten übernähmen, bis dahin sei es noch ein langer Weg.

Geplant sind nun größere Studien, die die Patienten über einen längeren Zeitraum beobachten, um die Ergebnisse der EX-VAD-DZHK11-Studie zu bestätigen.


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